Gewaltfreie Kommunikation (CNVC)
Mit dem Weg der Zertifizierung will das CNVC folgende zwei Ziele erreichen:
- Den Aufbau einer Gemeinschaft von TrainerInnen, die
mit dem CNVC zusammen daran arbeiten wollen, die Vision von einer
Welt, in der die Bedürnisse aller zählen, Wirklichkeit werden zu lassen.
- Qualitätssicherung in dem Sinne, dass die Gewaltfreie Kommunikation auch an künftige Generationen in einer Art und Weise weitergegeben wird, die die Integrität des Prozesses erhält und schützt.
Der Zertifizierungsprozess ist so konzipiert, dass er Trainerkandidaten bei folgenden Dingen unterstützen kann:
- Verbindung zum CNVC
- Beitrag zur Erfüllung der Vision des CNVC
- Gegenseitige Unterstützung
- Persönliches Wachstum
Die Zertifizierung ist keine Ausbildung, wie sie üblicherweise verstanden wird. Sie ist ein Weg des Hineinwachsens in eine Haltung der Gewaltfreiheit, der mindestens 3—5 Jahre Anspruch nimmt. Genauere Informationen finden Sie hier in den aktuellen Unterlagen auf Englisch.
Begleitung im Zertifizierungsprozess:
Menschen im Zertifizierungsprozess werden von einer Assessorin bzw. einem Assessor begleitet, um den Prozess bestmöglich zu unterstützen.
Im deutschsprachigen Raum gibt es vier Teams von AssessorInnen.
Eine Auflistung aller AssessorInnen-Teams finden Sie hier.
Ich bin als Assessorin tätig im Team mit Monika Flörchinger
aus Niederkaufungen bei Kassel und Marianne Sikor aus Göttingen.
Wenn Sie Fragen zur Zertifizierung haben oder von einem von
uns begleitet werden wollen, dann kontaktieren Sie uns gerne:
Marianne Sikor, Email,
Tel.: 0551-38 26 64 80
Monika Flörchinger, Email, Tel.: 05605-800
770
Vivet Alevi, Email,
Tel.: 030-32 76 51 88
Ergänzend zum Zertifizerungskonzept des CNVC haben wir unser
Begleitungskonzept in folgendem Dokument zusammengefasst:
An dem von uns vorgeschlagenen Prozess sind drei Dinge wesentlich:
- Sowohl KandidatInnen als auch MentorInnen/AssessorInnen
arbeiten von Anfang an in Teams zusammen; dadurch wird die Gemeinschaft
der TrainerInnen gestärkt und die Zertifizierung als gemeinschaftliche
Tätigkeit getragen.
- Feedback ist ein kontinuierlicher gegenseitiger Prozess und kein einmaliges Ereignis; wir sehen dies als die beste Voraussetzung für Wachstum und Entwicklung in der Haltung.
- Die Kandidatin/der Kandidat und die MentorInnen/AssessorInnen entscheiden als Ausdruck eines partnerschaftlichen Paradigmas („Macht-mit") in gegenseitigem Einvernehmen auf der Grundlage dieses Prozesses darüber, ob die Kandidatin zum jetzigen Zeitpunkt dem CNVC zur Zertifizierung empfohlen wird.
Wesentliche Elemente dieses Konzeptes sind:
- Menschen, die TrainerIn werden wollen beschäftigen
sich mindestens 3 Jahre intensiv mit der GFK. (insgesamt mindestens
50 Seminartage bei mind. 3 verschiedenen TrainerInnen). Der Prozess
kann auch auf einen größeren Zeitraum ausgedehnt werden.
- Sie nehmen an mindestens einem längerfristigen Training/Jahreskurs
in einer festen Gruppe (in der Regel mind. 15 Tage) teil.
- Wir empfehlen, auch Erfahrungen in internationalen Trainings,
Workshops, Camps und anderen Veranstaltungen zu machen, um Zugehörigkeit
zur internat. GFK- Gemeinschaft und Verbindungen mit Menschen aus
dem weltweiten GFK- Netzwerk zu erleben.
- Die KandidatInnen bilden (Empathie-, Entwicklungs-)
Teams, in denen sie sich gegenseitig in ihrer Entwicklung und in ihrem
Lernen unterstützen, sich in der Trainerrolle üben, und sich regelmäßig
gegenseitig Feedback geben. Diese Teams treffen sich 2-4x pro Jahr für
mind. 2 Tage.
- Jede KandidatIn sucht sich eine AssessorIn/MentorIn,
die die KandidatIn intensiver in ihrem Ausbildungsprozess begleitet.
Dies kann auch die Möglichkeit beinhalten, im Rahmen von Hospitationen,
Assistenzen und evtl. Co-Trainings mit Supervision Erfahrungen in der
Rolle als TrainerIn zu sammeln. In regelmäßigen Auswertungsgesprächen
und Feedbacks werden die zurückgelegten und die noch anstehenden Entwicklungsschritte
gemeinsam reflektiert.
- Darüber hinaus macht die KandidatIn bei anderen TrainerInnen
eine bestimmte Anzahl an Hospitationen/Assistenzen/Co-Trainings mit
ausführlichem Feedback.
- Außerdem sammelt die KandidatIn Erfahrungen in der TrainerInenrolle,
z.B. durch das Leiten von Übungsgruppen, durch Vorträge, Einführungsseminare
..., und holt sich dabei Feedback von den TeilnehmerInnen.
- AssessorInnen/MentorInnen, die KandidatInnen begleiten,
schließen sich in Teams zusammen bzw. sind eingebunden in (regionale)
Trainernetzwerke, und unterstützen und beraten sich gegenseitig in
der Begleitung der KandidatInnen.
- Am Ende des Prozesses treffen sich KandidatInnen und
MentorInnen /AssessorInnen zu einem gemeinsamen 3-tägigen Workshop.
Dabei formuliert die KandidatIn u.a. eine ausführliche Selbsteinschätzung
bezüglich der eigenen Stärken und Schwächen als TrainerIn und erhält
ein abschließendes Feedback von allen TeilnehmerInnen inkl. den AssessorInnen.
- Auf dieser Basis entscheiden KandidatIn und AssessorInnen in gegenseitigem Einvernehmen, ob die Kandidatin zum jetzigen Zeitpunkt dem CNVC zur Zertifizierung empfohlen wird, oder ob sie davor noch weitere Lern- und Entwicklungsschritte geht.